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Was ist die christliche Mystik?

Begriff, Bedeutung und Ursprung

Viele Mystikerinnen und Mystiker der Kirchengeschichte haben schriftliche Werke hinterlassen, die sie auch zu geistlichen Schriftstellern gemacht haben.

Begriffs-Definition

Das Wort »Mystik« kommt vom Griechischen μυστικός (mystikós) und lässt sich mit »geheimnisvoll« übersetzen. Es bezeichnet Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit sowie die Bemühungen um eine solche Erfahrung. Mystische Strömungen kommen in praktisch allen Weltreligionen vor, so auch im Christentum.

Bedeutung

  • Mystik wird als ein gnadenhaftes Erfahren Gottes und seines Wirkens in der Seele verstanden, welches nicht durch eigenes Bemühen hervorgerufen werden kann, sondern nur von Gott selbst
  • Mystik bezeichnet die Einigung mit Gott im Grund des Ichs
  • Mystik als eine Praxis, die auf eine Einswerdung (unio mystica) mit Gott zielt, welche bereits im hiesigen Leben erfahren werden soll
  • das Bewusstsein von Gottes unmittelbarer Gegenwart erfahren
  • die »Verwandlung in Gott« wird als Ziel des mystischen Weges gesehen.

Herkunft - christliche Mystik

Ihren Ursprung hat die christliche Mystik in den Gotteserfahrungen der Mystiker der Kirche. Zu den großen Mystikern der Kirche zählen unter anderem:

  • Origenes
  • Augustinus von Hippo
  • (Pseudo-)Dionysius Areopagita
  • Bernhard von Clairvaux
  • Hildegard von Bingen
  • Franz von Assisi
  • Johannes Bonaventura
  • Thomas von Aquin
  • Gertrud von Helfta
  • Mechthild von Magdeburg
  • Mechtild von Hackeborn
  • Meister Eckart
  • Heinrich Seuse
  • Johannes Tauler
  • Birgitta von Schweden
  • Katharina von Siena
  • Niklaus von Flüe
  • Katharina von Genua
  • Ignatius von Loyola
  • Theresa von Ávila
  • Johannes vom Kreuz
  • Franz von Sales
  • Anna Katharina Emmerick
  • Therese von Lisieux
  • Edith Stein

uvm.

Quellen