Kleines metallenes verzirrtes Kreuz und brennende Kerze vor aufgestellter Ikone mit Jesus auf den Armen Marias.

Ikonenverehrung

Entstehung und Entwicklung

Ursprung der Ikonenverehrung

Die älteste erhaltene Ikone lässt sich auf das 6. Jahrhundert datieren. Während des berühmten byzantinischen Bilderstreits im 8. und 9. Jahrhundert wurden zahlreiche Ikonen zerstört. Deshalb sind leider nur noch sehr wenige Ikonen aus früheren Zeiten erhalten. Diese stammen dann meist aus abgelegenen Gegenden in Griechenland, Makedonien, Russland, Rumänien oder Zypern.

Die Ikonen gelten als Mittler zwischen Diesseits und Jenseits, weshalb sie im Glauben der Menschen festverankert sind. Ihnen wird dabei auch eine gewisse Wunderwirkung zugeschrieben.

Byzantinischer Bilderstreit

Im 8. und 9. Jahrhundert kam es zum Byzantinischen Bilderstreit, welcher sich um die grundsätzliche Frage der Bilderverehrung drehte.

Dieser Byzantinische Bilderstreit wurde von der damaligen orthodox-katholischen Kirche und dem byzantinischen Kaiserhaus geführt. Beide Parteien wurden als Ikonoklasten (Ikonenzerstörer) und Ikonodulen (Ikonenverehrer) bezeichnet.

So entschied erst das 5. Konzil von Konstantinopel 754 die Bilderverehrung abzulehnen, um einer strengen Auslegung des 2. Gebotes im Judentum sowie der Kritik des Islam (jegliche Abbildung = Götzendienst) entgegenzukommen. Dahingegen entschied das 2. Konzil von Nicäa im Jahr 787 hingegen, dass die Verehrung von Ikonen erlaubt sei.

Entscheidend für den Sieg der Ikonenverehrer am Ende des Bilderstreites war die Theologie des Johannes von Damaskus, welcher das Bilderverbot nur für die Darstellung von Gott dem Vater gültig hielt, die Darstellung des menschgewordenen Gottes Jesus aber, wie alles Irdische, das als Gottes Schöpfung dessen Abbild darstellt, für den Glauben hilfreich erklärte.

Mit Ausnahme der Zeit des Bilderstreites trug sich die Überlieferung der Ikonenverehrung bis in unsere Zeit fort und wird vor allem in den Ostkirchen gepflegt.

Quellen