Der Erzengel Gabriel besucht Maria

Mariä Verkündigung (25. März)

Ursprung & Bedeutung der Verkündigung des Herrn

Ursprung

Das katholische Hochfest der Verkündung des Herrn wird am 25. März begangen – also genau neun Monate vor Weihnachten, der Geburt Jesu Christi am 25. Dezember. Grundlage bildet der Besuch des Erzengels Gabriel bei Maria nach Lukas 1, 26-38. Der Engel verkündet Maria, dass sie auserkoren wurde, Gottes Sohn zur Welt zu bringen. Trotz der Bezeichnung »Mariä Verkündung« betrachtet das Fest heilsgeschichtlich gesehen die Menschwerdung Gottes. Daher zählt es heute zu den Herren- und nicht mehr zu den Marienfesten.

Dieser Festtag wird von der orthodoxen Kirche bereits seit ca. 550 n. Chr. gefeiert. Im 7. Jahrhundert wurde er schließlich auch in der katholischen Liturgie verankert. Damals lag der Termin auf dem Tag der Feier zum Frühlingsbeginn (damaliger Frauentag), weshalb zahlreiche Bauernregeln noch heute Mariä Verkündung als einen guten Tag für den Beginn der Aussaat beschreiben. Zu den römisch-katholischen Hochfesten gehört die Verkündung des Herrn allerdings erst seit der Kalenderreform 1969.

Terminfestlegung

In der Regel fällt Mariä Verkündung in die Fastenzeit. Fällt das Fest auf einen Werktag, wird es auch an ebendiesem begangen, überschneidet es sich jedoch mit einem der Fastensonntage, rückt der Festtag automatisch auf den darauffolgenden Montag. Dies liegt daran, dass die Sonntage der Fastenzeit einen liturgisch höheren Rang haben, als die Verkündung des Herrn.

Ferner gibt es noch Ausnahmen, wenn Mariä Verkündung in der Karwoche oder dem Osteroktav (die Woche nach Ostern) liegt. Da in dieser Zeit keine anderen Feste stattfinden dürfen, wird die Verkündung des Herrn auf den Montag nach dem Weißen Sonntag verschoben.

Grundlage des »Ave Maria«

Der Engel Gabriel spricht zu Maria: »Gegrüßet seist du, Holdselige! Der HERR ist mit dir, du Gebenedeite unter den Frauen!« (Lk 1, 28). Dieser zentrale Moment der Heilsgeschichte bildete schließlich die Grundlage des »Ave Maria« – eines der wichtigsten Gebete der katholischen Kirche. Dieses beginnt mit den Worten: »Gegrüßt seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen […]«

Brauchtum: Schwalben begrüßen

Einer Bauernregel nach heißt es: »Mariä Verkündung kommen die Schwalben wiederum.« Daher war es früher in den Städten die Aufgabe des Turmwächters, auf die Rückkehr der ersten Schwalben zu achten. Sobald er diese erblickte, musste er diese durch das Blasen eines Horns begrüßen und so den Bürgern der Stadt die Ankunft der Vögel als frohes Ereignis mitteilen.

Mariä Verkündigung (25. März)

weiterlesen...

Das Hochfest »Mariä Empfängnis« (8. Dezember)

Jedes Jahr in der Adventszeit am 8. Dezember, genau neun Monate vor dem Fest der Geburt…

weiterlesen...

Was wir zu »Mariä Lichtmess« feiern (2. Februar)

weiterlesen...

Marienmonat Mai

Der Monat Mai ist traditionell der Gottesmutter Maria gewidmet. Maiandachten und Maialtare…

weiterlesen...

Das Fest »Mariä Heimsuchung« (Visitatio Mariae)

Jährlich am 2. Juli bzw. am 31. Mai begeht die Kirche das Fest Mariä Heimsuchung (auch…

weiterlesen...

Das Fest »Unbeflecktes Herz Maria«

Das Fest Herz Maria (auch Herz Mariä) wurde in der katholischen Kirche früher am 22.…

weiterlesen...

»Mariä Himmelfahrt« (15. August)

weiterlesen...

Das Fest »Mariä Geburt« (8. September)

Die Kirche begeht alljährlich am 8. September das Fest Maria Geburt (auch »Mariä Geburt«…

weiterlesen...

Rosenkranzfest & Rosenkranzmonat Oktober

Nach alter Tradition wird der Monat Oktober in der katholischen Kirche auch…

weiterlesen...

Gedenktag »Unserer lieben Frau in Jerusalem« (21. November)

Jedes Jahr am 21. November begeht die katholische Kirche den Gedenktag »Unserer Lieben…

weiterlesen...

Das Magnificat - Lobgesang Marias

Das Magnificat ist der Lobgesang Marias, den sie bei ihrer Base Elisabeth spricht, als…

weiterlesen...